| „Chile verdankt seine günstigen Wachstumsbedingungen für Wein der Tatsache, dass es zwischen den Anden und dem Pazifik eingequetscht liegt. Einerseits senkt sich die Kühle von den Gipfeln herab, andererseits kriecht sie vom Humboldtstrom landeinwärts. Die Atacama-Wüste im Norden bekommt kaum Regen ab, im Süden dagegen nimmt er kein Ende. In diesem seltsam schmalen Land findet man jede gewünschte Niederschlagsmenge in den mit Kiesboden angefüllten Tälern.
Pedro de Valdivia, der Gründer von Santiago entschied sich für 370 mm Niederschlag und eine mittlere Jahrestemperatur zwischen 8° und 23° C, d.h. etwa zwischen Lyon und Marseille. Im Sommer regnet es praktisch nie. Zum Glück haben das schon die Inkas bemerkt und ein erstaunliches Netz von Kanälen und Gräben zur Bewässerung von 1,2 Mio. ha Land entworfen. So ist es kein Wunder, dass hier oft vom Garten Eden gesprochen wird.“
Hugh Johnson
Der Neue Weinaltas
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